Bild könnte enthalten: 3 Personen, einschließlich Lukas Blaser und Maja Freiermuth, Personen, die lachen, im Freien
Zusam­men Sam­meln für die Rentenini­tia­tive mit Maja Freier­muth, Gen­er­alsekretärin Jungfreisin­nige Schweiz und Kim Rast, Vizepräsi­dentin Jungfreisin­nige Kan­ton Luzern

Sichere Renten, auch in der Zukun­ft!

Wir Jungfreisin­nige wollen allen Schweiz­erin­nen und Schweiz­er eine sichere Rente ermöglichen. Mit dem aktuellen Stand der AHV ist das in abse­hbar­er Zukun­ft nicht mehr möglich. Während 1950 noch sieben Erwerb­stätige eine AHV-Rente finanziert haben, sind es heute nur noch 4; im Jahr 2040 wer­den es nur noch zwei Erwerb­stätige sein. Die steigen­den AHV-Aus­gaben müssen somit von immer weniger Beruf­stäti­gen getra­gen wer­den. So machte die AHV im Jahr 2018 ein Ver­lust von 1 Mil­liar­den Franken. Im Jahr 2045 wird der Ver­lust voraus­sichtlich 18.5 Mil­liar­den Franken betra­gen. Es muss etwas getan wer­den!

Wie kön­nen wir die AHV sanieren?

Wie kön­nen wir ver­hin­dern, dass die AHV Konkurs geht, und garantieren, dass die AHV auch kün­ftig Renten auszahlen kann? Grund­sät­zlich gibt es drei Ansatzpunk­te:

1 Renten senken: Wir kön­nen erstens die AHVRenten kürzen und so die Aus­gaben senken. Die Renten müssten bis 2045 um fast 20 Prozent sinken. Für uns keine Option

2 Steuern erhöhen: Für uns keine Option. Bis 2045 müsste die Mehrw­ert­s­teuer um fast 4 Prozent­punk­te steigen oder die Lohn­ab­gaben um knapp drei Prozent, höhere Steuern sind zudem wirtschafts- und wohl­stands­feindlich. Weit­er wird dadurch das Prob­lem nicht an der Wurzel angepackt. Wenn die Giesskanne ein Leck hat, flickt man es und lehrt nicht noch mehr Wass­er rein. 

3 Die richtige Option: Rentenal­ter erhöhen. Die dritte Option heisst schrit­tweise Erhöhung des Rentenal­ters. Sie ist die beste Vari­ante, weil sie das Prob­lem an der Wurzel anpackt. Intu­itiv macht diese Lösung Sinn. Denn dass es finanziell nicht aufge­ht, wenn wir immer länger leben, aber gle­ich lang arbeit­en, leuchtet ein. Die Lebenser­wartung nimmt laufend zu. Hat­te 1980 eine 65-Jährige Per­son noch eine Lebenser­wartung von rund 16 Jahren, sind es heute bere­its 21! Man muss nicht Math­e­matik studiert haben, um zu erken­nen, dass durch die steigende Lebenser­wartung das Loch in der AHV immer gröss­er wird.

Die Rentenini­tia­tive der Jungfreisin­ni­gen ist lanciert

Die Jungfreisin­ni­gen Schweiz haben sich am 23. Juni 2019 ein­stim­mig für die Lancierung der Rentenini­tia­tive entsch­ieden, am 5. Novem­ber war Sam­mel­start. Das Rentenal­ter wird zunächst in 2 Monatss­chrit­ten erhöht, dass wir etwa im Jahr 2032 Rentenal­ter 66/66 haben. 66/66, weil wir Gle­ich­stel­lung von Mann und Frau wollen.  In einem näch­sten Schritt möcht­en wir das Rentenal­ter mit der Lebenser­wartung verknüpfen. Steigt die Lebenser­wartung an, erhöht sich auch das Rentenal­ter automa­tisch. Das Rentenal­ter erhöht sich dabei mit dem Fak­tor 0.8. Erhöht sich beispiel­sweise die Lebenser­wartung in einem Jahr um 1 Monat, würde das Rentenal­ter somit lediglich nur um 0.8 Monate, also gut 24 Tage steigen. So wollen wir garantieren, dass wir min­destens 20 Prozent unseres Lebens im Ruh­e­s­tand ver­brin­gen kön­nen. Wir wollen eine nach­haltige Reform der Altersvor­sorge! Um Pla­nungssicher­heit zu schaf­fen, wird das Rentenal­ter fünf Jahre vor der Pen­sion­ierung bekan­nt­gegeben, sodass kün­ftige Rent­ner­in­nen und Rent­ner frühzeit­ig ihren Ruh­e­s­tand pla­nen kön­nen. Zudem haben wir dafür gesorgt, dass die jährlichen Erhöhungss­chritte nicht zu stark aus­fall­en: Das Rentenal­ter darf pro Jahr max­i­mal um 2 Monate steigen.

Mis­sion Impos­si­ble? Ein Blick über die Gren­zen

Die Schweiz hat es bish­er ver­passt, struk­turelle Refor­men umzuset­zen. Auch ein­er Diskus­sion über das Rentenal­ter kann sich die Schweiz nicht entziehen. Inter­es­sant wird diese ins­beson­dere, wenn man sieht, wo andere Län­der bezüglich Rentenal­ter ste­hen: Fast alle anderen wes­teu­ropäis­chen Län­der haben dies getan und erhöhen das Rentenal­ter bis 2030 auf 67 bis 68 Jahre, um ihre Altersvor­sorge zu sich­ern. Wir gehen nicht ganz so weit: Mit ein­er Erhöhung des Rentenal­ters um 2 Monate pro Jahr holen wir aber Ver­passtes nach und erre­ichen Rentenal­ter 66 bis 2032, danach wird das Rentenal­ter an die Lebenser­wartung angepasst. Unser Mod­ell ist zudem nichts neues: In Län­dern wie Däne­mark, Finn­land, Ital­ien, Por­tu­gal, Gross­bri­tan­nien und den Nieder­lan­den sind die Erhöhungss­chritte an die Lebenser­wartung gekop­pelt. Mit ein­er schrit­tweisen Erhöhung des Rentenal­ters sich­ern wir die AHV auch für kün­ftige Gen­er­a­tio­nen. 

Hier gehts zur Ini­tia­tive: https://renten-sichern.ch/

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